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03-04-2007:
Liberalisierung der Postdienstleistungen: CESI mahnt zu einem behutsamen
Vorgehen
Angesichts der
Unsicherheiten und Risiken, die aus Sicht der Gewerkschaften mit einer
vollständigen Liberalisierung des Postmarktes verbunden sind, mahnt die CESI in
einer an die Kommission gerichteten
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Stellungnahme zu einem behutsamen Vorgehen.
"Die von der Kommission in ihrem Richtlinienvorschlag zum Ausdruck gebrachte
Eile ist aus unserer Sicht nicht nachvollziehbar", erklärte der Generalsekretär
der CESI Helmut Müllers. "Die Kommission sollte daher von ihrem Ziel abrücken,
den Postmarkt zum 1. Januar 2009 vollständig für den Wettbewerb zu öffnen."
Müllers fuhr fort: "In Anbetracht der Beispiele anderer gescheiterter
Liberalisierungsversuche fordern die unabhängigen Gewerkschaften vor der
Vollendung des Binnenmarktes für Postdienste eine sorgfältige Folgenabschätzung
für den sozialen und territorialen Zusammenhalt und die Beschäftigung in jedem
Mitgliedstaat. Nachhaltige Universaldienste sind schließlich ein wesentliches
Element des Europäischen Sozialmodells."
Ein vollständiger Wettbewerb würde aus Sicht der CESI über die niedrigsten
Portopreise ausgetragen. Dies ginge zweifellos zu Lasten der Beschäftigten und
deren Löhnen und Arbeitsbedingungen. Die CESI fordert daher in ihrer
Stellungnahme, dass alle Postdienstleister ihren Beschäftigten einen Mindestlohn
und zusätzliche soziale Leistungen gewähren müssen. Ebenso sollten die Anbieter
dazu verpflichtet werden, ein Mindestmaß an Ausbildungsplätzen bereitstellen.
"Die Bevölkerung erwartet ein Höchstmaß an Qualität bei der Erbringung von
Postdienstleistungen. Aus Sicht der unabhängigen Gewerkschaften kann diese
Forderung nur mit qualitativ hochwertigen Arbeitsplätzen erfüllt werden. Aus
diesem Grund schließen wir auch die Fremdvergabe von Dienstleistungen, das sog.
'Outsourcing', kategorisch aus", stellte Müllers abschließend klar.
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Europäische Gemeinschaft, 2007 |