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23-03-2007:
CESI zum 50. Jahrestag der Römischen Verträge: Europa ist ein einmaliges
Erfolgsprojekt, aber soziales Profil muss weiter geschärft werden
Anlässlich des 50.
Jahrestags der Unterzeichnung des Vertrags von Rom erklärte der Generalsekretär
der CESI Helmut Müllers: "Die europäische Integration ist ein Erfolgsprojekt,
das weltweit ohne Gleichen ist. 50 Jahre europäische Zusammenarbeit haben den
Europäern Frieden und Wohlstand gebracht. Hierauf können wir zu Recht stolz
sein."
"Auch die Arbeitnehmer", so Müllers weiter, "haben in zunehmendem Maße von
sozial- und beschäftigungspolitischen Maßnahmen auf europäischer Ebene
profitiert. Zahlreiche Schutzvorschriften legen Mindestnormen fest, die in allen
EU-Mitgliedstaaten gelten. Der Europäische Sozialfonds hat darüber hinaus eine
Vielzahl von beschäftigungspolitischen Maßnahmen gefördert und so zum sozialen
Zusammenhalt beigetragen. Nicht ganz ohne Stolz kann ich sagen, dass auch die
Gewerkschaften in zahlreichen sozialen Dialogen erfolgreich am Bau unseres
Hauses Europa mitgewirkt haben."
"Der Erfolg der europäischen Integration erlaubt es uns allerdings nicht, dass
wir uns bequem zurücklehnen", fuhr Müllers fort. "Arbeitslosigkeit und soziale
Ausgrenzung sind nach wie vor in vielen Ländern ein ungelöstes Problem. Auch das
in den Verträgen niedergelegte Diskriminierungsverbot ist in manchen Bereichen
noch nicht vollständig umgesetzt."
"Darüber hinaus stellen uns die Globalisierung und fortschreitende
Liberalisierung vor große Herausforderungen. Die Arbeitnehmer erwarten hier von
den politischen Akteuren ein ausgewogenes Handeln statt eines hemmungslosen
Abbaus von Handelshemmnissen. Europa braucht ein schärferes soziales Profil, das
auch in den Rest der Welt ausstrahlen muss. Hierzu bedarf es einer
handlungsfähigen EU mit klaren Zuständigkeiten und Entscheidungsmechanismen. Die
unabhängigen Gewerkschaften hoffen daher, dass der Jahrestag der römischen
Verträge auch zum Anlass genommen wird, den festgefahrenen Verfassungsprozess
wieder in Gang zu bringen", erklärte der Generalsekretär der CESI abschließend. |