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29-09-2004:
Gemischte Reaktion der CESI auf Vorschläge der Europäischen Kommission zur
Arbeitszeitgestaltung
Mit
gemischten Gefühlen betrachtet die Europäische Union der unabhängigen
Gewerkschaften die jüngsten Vorschläge der Europäischen Kommission zur
Überarbeitung der Arbeitszeitrichtlinie 93/104/EG.
Was das sog. Opt-out (d.h. die Möglichkeit zur Abweichung von der
wöchentlichen Höchstarbeitszeit von 48 Stunden) betrifft, begrüßt die CESI die
Einführung zusätzlicher Sicherungsmechanismen, die einen Missbrauch einschränken
sollen. "Die Kommission hat damit unseren Forderungen vom 10. März 2004
ausreichend entsprochen", so der Generalsekretär der CESI Helmut Müllers.
"Auch die Regelung der Bezugszeiträume für die wöchentliche Höchstarbeitszeit
wird im Sinne einer größeren Flexibilität von den unabhängigen
Gewerkschaften getragen."
"Die Vorschläge der Kommission zur Regelung der Bereitschaftsdienste
lehnt die CESI jedoch kategorisch ab", so Müllers weiter. "Die Einführung der
Definition für den Bereitschaftsdienst würde den völlig unakzeptablen Status quo
zementieren, wie er vor allem in Krankenhäusern vorherrscht, und zudem dem Sinne
der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes widersprechen.
Bereitschaftsdienst muss auch weiterhin als Arbeitszeit betrachtet werden und
Ausgleichsruhezeiten müssen unmittelbar darauf folgen", fordert der
Generalsekretär der CESI. "Die unabhängigen Gewerkschaften appellieren daher an
das Europäische Parlament und den Rat, den Richtlinienvorschlag im folgenden
Gesetzgebungsverfahren entsprechend nachzubessern."
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