Aktuell   Archiv   Newsletter   Presse

 
 

20-03-2003: USSP fordert die Sicherung bezahlbarer Leistungen der Daseinsvorsorge und die Stärkung der Subsidiarität im künftigen Verfassungsvertrag

 

Im Zusammenhang mit dem in Kürze erscheinenden Grünbuch befasste sich die Union der Gewerkschaften des öffentlichen Sektors (USSP) der CESI in ihrer Sitzung am 19.3.2003 mit der Daseinsvorsorge in Europa.
 
In einem Entschließungsantrag (Berichterstatter: Klaus GEISER, EULOS) forderte die USSP/CESI, dass die Bürger Europas hochwertige Leistungen der Daseinsvorsorge zu bezahlbaren Preisen erhalten müssten. Wichtig sei, dass die Aufgaben der Daseinsvorsorge in öffentlicher Trägerschaft so effizient und kostenbewusst wie möglich vorgenommen würden.
 
Fragen der Versorgungssicherheit, des flächendeckenden und gleichberechtigten Zugangs, der Qualitätssicherung, angemessener Preisgestaltung und der Beachtung von Umweltbelangen müssten grundsätzlich in der alleinigen Verantwortung der Mitgliedstaaten bzw. der Regionen und Kommunen bleiben. Die USSP/CESI fordert daher die Stärkung der Subsidiarität und die Verankerung des kommunalen Selbstverwaltungsrechts im künftigen Verfassungsvertrag.
 
"Eine Ausschreibungspflicht, wie sie der Kommission vorzuschweben scheint, würde den Behörden die Entscheidungshoheit nehmen, ob Leistungen der Daseinsvorsorge von öffentlichen oder privaten Unternehmen zu erbringen sind", erklärte der Vorsitzende der USSP/CESI Christian CHAPUIS. "Dieses Vorgehen würde den Grundsatz der Subsidiarität verletzen. Von daher lehnt die USSP/CESI eine Ausschreibungspflicht in diesem Bereich ab."

 
 


zurück